Asian Leopard Cat - Nabuco

 

Die Bengal Cat ist eine noch sehr junge Rasse. 1963 wurden von der Amerikanerin Jean Sudgen, heutige Jean Mill, erste Kreuzungsversuche mit einer wilden Bengalkatze (felis bengalensis), die haupsächlich im südasiatischen Raum (z.B. Burma, China, Indien, Nepal …) und einer Hauskatze unternommen. Sie verfolgte damals das Ziel, eine zahme und zutrauliche Katze zu züchten, die ihrem wilden Vorfahren möglichst ähnlich sieht. Später hat sie, um weitere Farben und Blutlinien zu bekommen, andere Rassekatzen eingekreutzt. Dazu gehörten Egyptian Mau, Abessinier, getupfte OKH und American Shorthair.

1988 kamen die ersten Bengalkatzen auf eine deutsche Ausstellungen und begeisterten die Ausstellungsbesucher mit ihrer eindrucksvollen Tupfenzeichnung.

Das die wilde Bengal mit der Hauskatze überhaupt fruchtbare Nachkommen brachte, liegt an der genetischen Ähnlichkeit beider Formen, denn sie tragen beide 38 Chromosomen. Die Kater der ersten Verpaarung waren allerdings steril und man konnte nur mit den weiblichen Tieren weiterzüchten.

                          

                                                                             Körpermerkmale:                

 

Der Körperbau der Bengal gleicht dem der Wildkatze. Sie ist mittelgross und muskulös. Ihr Fell ist glatt, glänzend und ungewöhnlich weich und seidig.

Der Kopf ist keilförmig, länger als breit mit runden Konturen und hat hochgesetzte sowie betonte Wangenknochen. Kater haben oft sehr ausgeprägte Schnurrhaarkissen. Die Ohren sind klein bis mittelgross, haben abgerundete Spitzen und sind an der Basis breit. Die bei Beine sind kräftig und die Hinterhand steht etwas höher, was ihrer ernomen Sprungkraft zugute kommt.

  

                                                                              

                                                                                          Charakter:             

 

 

Bengal Cats sind charakterfest, freundlich, sehr neugierig und zutraulich. Dem Menschen gegenüber sind sie sehr aufmerksam und anhänglich. Sie vertragen sich sehr gut mit anderen Katzen, da sie von sich aus nicht aggressiv sind.

  

                         Zeichnung und Farbe:               

 

Bengalkatzen gibt es in spotted und marbled (classic-tabby bzw. marmoriert), wobei das marbled Gen von vielen Katzen getragen wird. Am häufigsten findet man die spotted Zeichnung. Die Flecken sollten gut verteilt sein und sich von der Hintergrundfarbe abheben. Rosetten bestehen aus einem dunklen Rand mit hellerem Kern. Sie sind erwünscht, aber nicht erforderlich. Eine klare deutliche Streifenzeichnung (Maskara) im Gesicht und eine horizontale Schulterzeichnung sind erwünscht. Das Kinn, die Schnurrhaarkissen, der Bauch und die Innenseiten der Beine sollten fast weiss sein. Die Bauchunterseite muss getupft sein. Die marbled Zeichnung sollte den Eindruck einer willkürlichen Marmor Musterung erwecken mit horizontalem Verlauf, wenn die Katze gestreckt wird. Sie sollte wenig Ähnlichkeit mit gleichmässigen Ringen um ein kleines Zentrum und keine vertikalen Streifen innerhalb der Marmorzeichnung haben. Katzen mit 3 oder mehr Schattierungen sollten bevorzugt werden. Der Kontrast muss extrem deutlich sein, mit scharfen Abgrenzungen.

                                                          Die anerkannten Farben sind:                                               

                                                                                                  ·        black (brown) tabby  

·        seal–lynx–point  

·        seal–sepia–tabby

·        seal–mink–tabby

    ·       silber–tabby           

 

Es gibt auch blaue Bengalen,  diese werden jedoch nur in manchen freien Vereinen anerkannt.

Die Grundfarbe der black–tabby Bengalen ist gelb, golden, gelbbraun, rotbraun oder orange. Die Tupfen müssen schwarz, braun, rotbraun, chocolate oder sorrel sein. Augen, Lippen und Nase sollten schwarz umrandet und der Nasenspiegel ziegelrot sein. Hellere brillenähnliche Ränder um die Augen sind wünschenswert. Bei der Augenfarbe ist, ausser blau (nur bei den seal–lynx –point), alles erlaubt.

Die seal–lynx–point Bengalen haben eine elfenbein bis cremefarbene Grundfarbe und ihre Zeichnung ist braun, hellbraun, rotbraun oder gelbbraun. Sie sind etwas heller am Schnurrhaarkissen, Kinn und um die Augen. Es sollte nur ein kleiner Unterschied in der Farbe zwischen der Farbe auf dem Körper und den Points sein. Die Schwanzspitze muss braun und die Augen müssen blau sein.

Bei der seal–sepia–tabby und der seal–mink–tabby reicht die Grundfarbe von elfenbein, crème bis zu einem helleren rotbraun, wobei die Zeichnung von zobelbraun bis chocolate variieren kann. Wünschenswert ist eine elfenbein bis cremefarbene Färbung um die Augen, am Kinn und an den Schnurrhaarkissen.  Die Augenfarbe der Seal Sepia muss grün oder goldbraun sein und die Augenfarbe der Seal Mink muss türkis oder grün sein.

Bei der silber–tabby sollte die Grundfarbe leuchtendes silber-weiss sein, wobei die Zeichnung intensive schwarze Rosetten sein sollten. Aber auch grauen Rosetten sind erlaubt. Ein warmer Ton an Rücken, Beinen und Gesicht ist erwünscht  Die Augenfarbe der Silber-tabby sollte grün sein aber auch gold ist erlaubt. 

Die Pfotenunterseiten müssen schwarz sein, ein rosafarbener Unterton ist erlaubt.