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Katzenzucht, eine lukrative Einnahmequelle? |
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Die Texte sind von Franziska Waldmann (Ruski’s Goluboy Cats Cattery). Da diese auch unsere Meinung wiedergeben, übernehmen wir mit ihrer Genehmigung, die mit viel Katzenliebe zusammengestellten Ausführungen! |
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Viele katzeninteressierte Menschen fragen sich wie die Preise für Rassekatzen zustande kommen. Ohne nähere Informationen ist man dann oft der Meinung, dass die Züchter doch ordentlich durch den Jungtierverkauf verdienen müssen. Als Argument gegen den "teuren Rassekätzchenpreis" hören Züchter immer wieder: "ich will keinen Stammbaum, dann ist es sicher billiger oder?" usw. Wir glauben, wenn ein Katzenliebhaber etwas über die finanziellen Aspekte und über die Folgen einer unseriösen Handhabung dieses wunderschönen Hobby erfährt, dann gibt es auch weniger Diskussionen über den Preis!
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Was steckt hinter einer seriösen Zucht |
| Was kostet ein Jungtier aus unserer Zucht | |
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Die unseriösen Massenzuchten |
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Eine gute Zucht erkennen (Checkliste)
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Es fängt mit sehr vielen Telefonaten an, denn man muss einen Züchter finden, dem man vertrauen will und kann. Da Jedermann (natürlich auch Frau) es tunlichst unterlassen sollte, sich eine Katze nur nach dem Ansehen von Fotos und Stammbäumen zu kaufen, muss auch der Züchter mindestens einmal vor dem Abholtermin hinfahren um die Zuchtstätte, die Katzenhaltung, Eltern und Jungtiere begutachten zu können.
Mit einer
oder zwei Katzen kommt nun der Stein ins rollen und diese allein kosten
schon zwischen 800 und 1600 Euro, je nach Rasse und Abstammung auch
bedeutend mehr.
Nicht zu verachten die Futter- und Streukosten die monatlich pro Tier anfallen. Kein seriöser Züchter wird Billigtrockenfutter aus einem Supermarkt kaufen. Das Futter das Züchter verwenden ist sehr hochwertig und kostet dementsprechend. Auch Züchter verwöhnen ihre Katzen gerne mit Rinderherz, Rindfleisch im allgemeinen, Hähnchenherzen-, Mägen sowie mit Vitamintabletten und andere Leckereien, ohne auf den Preis zu schauen! Für alle kommen dazu noch die Müllgebühren, denn längst nicht jeder Züchter kann eine eigene Kompostanlage unterhalten und nicht in jeder Gemeinde kann der Katzensand (auch kompostierbaren) die Grünabfuhr gegeben werden! (-> also vorher abklären) Es versteht sich von selbst, das Katzenkinder nur dann gut gedeihen, wenn sie dort aufwachsen, wo auch ihr Mensch lebt. Im günstigsten Fall bedeutet dies, dass sie sich so gut wie überall im Haus frei bewegen können und nicht separat aufgezogen werden. Wie sehr hierdurch die Wohnräume, Möbel, Tapeten, Teppiche, Gardinen usw. belastet werden, weiß jeder zu berichten, der nur eine kleine Katze sein eigen nennt. Hohe Hausratversicherungsprämien, Renovationen sowie des öfteren der Neukauf von Möbeln sind angebracht, wenn der Züchter Wert auf ein respektables Zuhause legt, das ungefähr dem eines Katzenhalters, der nicht züchtet, gleichkommen soll. Der Kauf von sonstigen Sicherheitseinrichtungen wie zum Beispiel eines großen Laufstalls und/oder Türschutzgitter sind Anschaffungen zur Gefahrenvermeidung und zur Reinlichkeitserziehung sobald die Jungen im Alter von ca. vier Wochen die Wurfkiste nach und nach verlassen und zu fressen beginnen. Auch ein Katzengehege oder eine Terrasse ist mit viel Kosten verbunden, denn es muss nicht nur ausbruchsicher sondern auch gefahrenlos sein.
Sie sind der Meinung, dass ein Kratzbaum ein Katzenleben lang hält und somit eine einmalige Anschaffung ist? Stimmt ja auch. Für Sie als Liebhaber mit einer oder zwei Katzen! Haben Sie aber bedacht, dass ein Kratzbaum der für eine Katze ca. 10 Jahre hält, für durchschnittlich 10 - 20 Katzen (mit Jungtieren) aber nur höchstens drei Jahre hält? Es fällt auch mehr Katzenspielzeug an. Von Fellmäusen bis hin zur Kuschelhöhle ist alles vertreten. Lassen Sie sich mal vom einem Tierbedarfshändler (Qualipet, Fressnapf, etc.) einen Katalog geben, Sie werden staunen wie teuer gute Katzensachen sind. Und auch hier wird der Züchter eher den teuren aber dafür standfesten Katzenbaum bevorzugen.
Verein
Zu den Kosten die man belegen kann kommen nun noch die Aufwendungen die eigentlich unbezahlbar sind. Nächtelanges warten auf die Babys, denn man muss ja zur Not auch nachts zu einem Tierarzt. Babys zur Not alle 2 Stunden füttern, vielleicht ist ein Kaiserschnitt notwendig (was nicht nur Tierarztkosten verursacht sondern meistens auch das Ende für die Zucht mit dieser Katze bedeutet) ..usw.. Fragen Sie mal einen Züchter wann er das letzten mal Urlaub hatte? Wir unterliegen durch
unseren
Verein,
strengen Haltungs- und Zuchtrichtlinien, zum Schutz der Katzen ---> Auch bekommen Sie niemals ein Kitten unter 12 Wochen <--- |
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Was kostet ein
Jungtier aus unserer Zucht???
Um es gleich
vorweg zu nehmen, billig sind unsere Katzenkinder nicht, aber sie sind ihren
Preis wert!
Bengaljungtiere aus unserer Zucht kosten für Liebhaber ca. 1000,- Euro.
In die Zucht geben
wir unsere Kätzchen sehr ungern, lediglich einige ausgesuchte, exzellente Tiere
gehen an uns sehr gut bekannte Züchter und Freunde, die Preise für Zuchttiere
erhalten Sie auf Anfrage.
Klar sollte man sich darüber sein, dass wir über Rassekatzen mit Papieren aus
einer guten Cattery sprechen. Oft sind die Leute richtig schockiert, wenn sie
hören, was eine Rassekatze kostet. Vielleicht fangen deshalb so viele Leute mit
der Zucht an, weil sie hoffen, damit das große Geld zu machen, da man ja die
Tiere so teuer verkaufen kann. Aber weit gefehlt, Katzenzucht ist ein richtig
teures Hobby, bei dem man ganz nebenbei extra starke Nerven, sehr viel Zeit und
ein finanzielles Polster braucht, um auch Rückschläge jeder Art überwinden zu
können.
Da Rassekatzen so „teuer“ sind, versuchen die Leute immer wieder billig an ein
Rassetier zu kommen. Merkwürdig, dass es dann nicht auch eine einfache
„Hauskatze“ tut. Nein, man will schon die Rasse, aber ja nicht für so viel Geld.
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Die Ausrede:
"Ein Verein wolle nur Geld machen und man wolle der armen Katze die
Ausstellungen ersparen" ist genauso erlogen, wie "das das Jungtier wegen
Verzicht auf einen Stammbaum so günstig sei". Ein Schwarzzüchter gibt seine Kitten gerne mit einem Alter von ca. acht Wochen ab, denn dann entstehen nicht so viel Kosten für Futter, Streu, Spielzeug usw. Impfungen werden in diesem Alter auch noch nicht durchgeführt sein, geschweige denn wurden sie entwurmt. Sie verkaufen ihre Kitten fast immer ohne Kaufverträge. Es gibt noch bedeutend mehr Gründe, auf die wir aber nicht weiter eingehen. Massenzüchter wie Schwarzzüchter geben gerne Stammbaumkopien der angeblichen Eltern mit, damit Sie auch ja sicher seien können, dass das von Ihnen erworbene Tier wirklich "echt" ist. Aber gerade jetzt müssten Sie sich doch fragen: Wieso kauft ein Schwarzzüchter selbst seine Katzen nur mit Stammbaum von seriösen Züchter? Ganz einfach, er selbst weiß am besten wie in der Schwarzzucht praktiziert wird und misstraut daher auch seinen "Züchterkollegen". Und da er sicher gehen will nicht übers Ohr gehauen zu werden, gibt er seltsamerweise gerne die "ach so überteuerten" Preise für ein rassereines Kätzchen aus !! Da er aber weiß, dass kein seriöser Züchter seine Tiere für Schwarzzuchten hergibt, muss er also auch diesen belügen um an sein Ziel zu kommen !
Es gibt
natürlich auch unter den "echten" Züchtern schwarze Schafe, deshalb lassen
Sie sich stets die Elterntiere zeigen, zumindest das Muttertier, denn man
kann ja auch bei einem Deckkater gewesen sein. Fragen Sie dem Züchter ruhig
Löcher in den Bauch, ein seriöser Züchter beantwortet Ihnen gerne alle
Fragen so gut er kann. Bringt Ihnen ein Züchter nur ein oder zwei Kätzchen
ins Zimmer, Sie sehen aber nirgends Katzen und ansonsten weist auch nichts
in der Wohnung auf Tierhaltung hin (schließlich machen Tiere nun mal Dreck
und irgendwo müssen immer ein paar Haare oder Spielzeug liegen) können Sie
davon ausgehen, dass er etwas zu verbergen hat und somit auch nicht viel
besser als seine Schwarzzüchterkollegen ist. Bei solchen Tiervermehrern muss man grundsätzlich davon ausgehen, dass die Zuchtkatzen ausgebeutet werden. Sie werden viel zu häufig gedeckt und müssen dann früher oder später mit ihrer Gesundheit (sofern sie zuvor überhaupt gesund gewesen sind), unter Umständen sogar mit ihrem Leben bezahlen. Man sollte also eher einen Bogen um besonders günstige Angebote für Jungtiere machen. Nur wer mit minimalem Aufwand züchtet kann billig verkaufen. Jeder der Billigangebote sucht, macht sich im Grunde mitschuldig an dem Elend vieler Tiere die von geschäftstüchtige Tiervermehrer missbraucht werden. Denn solange diese Abnehmer für ihre Babys finden, produzieren sie weiter! |
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K A U F E N I E E I N T I E R A U S M I T L E I D !
das klingt
sehr unbarmherzig, aber |
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- Haben die
Katzentiere einen Stammbaum? |
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- Wie sind
die charakterlichen Merkmale |
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- Wie viele Tiere insgesamt leben beim Züchter? |
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- Leben die
Tiere im Haushalt des Züchters (Familienanschluss)? |
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- Welche
Impfungen haben die Tiere bis dann? |
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- Wird ein Kaufvertrag erstellt? Steht der Züchter auch nach dem Kauf zur Verfügung? |
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Fragen des Züchters an Sie: |
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- Will der Züchter wissen, wie und mit wem ich wohne? |
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- Will der Züchter wissen, ob und wie viel ich Arbeite ? |
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- Will der Züchter wissen, warum ich gerade diese Rasse will? |
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- Will der Züchter wissen, ob das Tier später Freigang hat? |
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- Will der Züchter wissen, was ich von Katzenhaltung verstehe? |
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- Will der Züchter wissen, ob das Tier später alleine gehalten werden soll? |
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Es kann durchaus vorkommen, dass ein Züchter Sie als neuen Dosenöffner ablehnt, andere Züchter haben andere Kriterien. Nicht jeder Züchter hat die gleichen Ansichten, auch wenn er vielleicht die gleichen Fragen stellen wird.
Bleiben Sie
bitte ehrlich und beantworten sie |
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